Aromatische Paprika und Sauschwänzlebahn

 Groß war das Erstaunen, als die Ausflügler des BLHVS, des Obstbauvereins und der LandFrauen Oberachern das Gewächshaus der Reichenauer Gärtnersiedlung im Hegau als ein Ziel ihres gemeinsamen Ausfluges betraten. 250 000 Paprikapflanzen auf 13 Hektar unter Glas rechts und links des Weges. Wohin das Auge reichte nur Pflanzen und an vielen hing roter Paprika.

Auf geht’s, es isch Fasentzeit – gelungene Premiere der Frauenfastnacht in der Turn- und Festhalle

Auf geht’s, es isch Fasentzeit in Oberachern. Dazu gehört auch die Frauenfastnacht und sie kam in diesem Jahr „Harmonie...sch“ daher. LandFrauen und Musikverein Harmonie Oberachern begeisterten mit ihrem abwechslungsreichen Programm die närrischen Besucher in der vollbesetzten Turn- und Festhalle Oberachern. Die Zusammenarbeit beider Vereine bei der Frauenfastnacht feierte eine gelungene Premiere. „Schön war’s“, kam aus vielen Mündern. Neben dem bekannten „Narri Narro“ tönte auch „Harmonie Harmonie“ durch die Halle.

Aktive Landfrauen zogen Bilanz

 Die LandFrauen Oberachern trafen sich am Dienstagabend zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Linde“ Oberachern. Vorstandssprecherin Michaela Bross dankte bei ihrer Begrüßung den Frauen für  das Helfen und Kuchenbacken sowie den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und die vielen Impulse. Sie erinnerte an die Unterschriftensammlung für den Erhalt des Acherner Krankenhauses, die Bildungsprogrammbesprechung in Fautenbach , die Bezirksversammlung, das Gespräch mit Landrat Frank Scherer, den deutschen Landfrauentag, den deutsch-französischen Frauenfachkongress, die Herbstmesse in Offenburg und das Parlamentariergespräch in der Illenau sowie an die Radtour des Bezirks. Außerdem überbrachte sie den Dank von Oberbürgermeister Klaus Muttach für die Hilfe bei der Bewirtung zur Einweihung des Kreisels in Oberachern. Schriftführerin Sonja Doll ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Die Frauen besuchten den Bezirks-Landfrauen-Tag in Fautenbach, besichtigten die DHCD-Werbetechnik-Textilveredelung in Sasbach, brachten das Publikum bei der Frauenfastnacht zum Lachen, lernten wie man sich selbst verteidigt, fuhren mit den Landfrauen Seebach nach Stuttgart, beteiligten sich am Heimatfest, wanderten auf den Spuren von Sagen durch Nesselried, ließen sich von Elke Tegel aufklären über die Ernährung nach dem 3E-Programm, lernten alles über „Fingerfood“ und noch vieles mehr. Die Kassenprüferinnen Katharina Graf und Sabine  Fuß bestätigten Ingrid Vogt eine sehr gut geführte Kasse. Vielfältige Aktivitäten erwarten die Frauen im ersten Halbjahr 2019. Es beginnt am 19. Januar mit dem Bezirks-LandFrauentag in Lauf. Dort spricht Schwester Teresa zu dem Thema „Jeder ist normal, bis du ihn kennst“. Am 5. Februar  folgt ein Vortrag im Foyer der Turn- und Festhalle mit Silke Bauer vom Ernährungszentrum Offenburg zu dem Thema „Kann man gute Laune essen?“. Neue Wege gehen die Frauen mit der Frauenfastnacht am 23. Februar in der Turn- und Festhalle Oberachern mit dem Musikverein Oberachern. Heuhühner basteln, verschiedene Seminare, ein Frühstück, eine Kochvorführung zu dem Thema „Brunch“ im Ernährungszentrum Offenburg, Blüten- und Kräuterwanderung sowie der Jahresausflug  runden das neue Programm ab. Zum Thema Datenschutz hatte Sonja Doll für jede Frau alles Wichtige auf einem Blatt vorbereitet. Rosa Karcher vertiefte als Präsidentin des Landfrauenverbandes Südbaden die Aktionen des Verbandes, erläuterte die Erhöhung des Mitgliedsbeitrag und gab einen Ausblick auf die 70 Jahr Feier des Verbandes am 30. Januar. Mit lustigen und nachdenklichen Gedichten und Geschichten klang der Abend als Weihnachtsfeier fröhlich aus.

Bienebuckelbar und Winnschänk om Bienebuckel  der Landfrauen und Winzer beim Heimatfest in Oberachern

 Heiß begehrt am Heimatfest in Oberachern war in der Bienebuckelbar der „Jockele-Guck“ und die Himbeerbowle, aber auch „Heimatliebe““ und andere frische gemixte Cocktails fanden ihre Liebhaber. Die Bar direkt vor der Kirche war liebevoll dekoriert und eine Theke aus Holzfässern und Holzbrettern lud zum Verweilen ein. Der Weinstand (Winnschänk‘ om Bienebuckel) nebenan verwöhnte die Festgäste unter anderem mit Grauburgunder, Weißherbst, Spätburgunder, Weinschorle, Weiße Perle und Sekt. Und wer nicht stehen wollte, konnte dort auf Strohballen sitzend seinen Wein genießen. Die Landfrauen, Winzer und Landwirte aus Oberachern boten an zwei Tagen mit traumhaftem Sommerwetter  Genuss pur an.

 Ein großes Dankeschön sagen die Verantwortlichen der Stände den vielen Helfern beim Auf- und Abbau, beim Säubern, beim Dekorieren und den vielen Helfern in den Ständen.

Iranische Delegation bei den Landfrauen

 

Viele Impulse nahmen die Professoren Dr. Hossein Azarnivand, Dr. Hassan Khosravi, Associate und Dr. Arash Malekian der Universität Teheran von ihrem Besuch bei den Landfrauen Oberachern mit. Zusammen mit  Professorin Dr. Monika Bachinger von der Universität Rottenburg fuhren sie durch den Schwarzwald, um sich über Unternehmerinnen und Frauenverbände zu informieren in Vorbereitung auf zwei Summer Schools in Iran und Deutschland. In Oberachern machten sie Halt bei Michaela Bross, der Ansprechpartnerin der Landfrauen Oberachern. Zu dem sehr interessanten Gespräch und Austausch gesellten sich Rosa Karcher, Präsidentin Landfrauenverband Südbaden,  und Sigrid Schmelzle, Bezirksvorsitzende der Landfrauen Achern. Sie stellten den Besuchern die Ziele und Aktivitäten der Landfrauen in Baden vor. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Vernetzung und Wissensaustausch für Frauen im ländlichen Raum ist. „Wesentliches Ziel der Landfrauenverbände ist es, den ländlichen Raum zu stärken“, unterstrich Rosa Karcher, „dafür fördern wir Unternehmertum von Frauen über ein breitgefächertes Qualifizierungs- und Fortbildungsprogramm, aber auch über Vernetzung und Interessensvertretung“. Besonders interessiert verfolgten die iranischen Professoren dabei die Ausführungen über den Aufbau der Verbandsstrukturen auf örtlicher Ebene. „Im Iran gibt es zwar Frauenverbände, auch auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen, aber sie sind nicht immer flächendeckend miteinander vernetzt“, so Arash Malekian.  Danach ging es nach Achern-Mösbach zu Landfrau Heike Lemminger, die dort zusammen mit ihrer Familie einen landwirtschaftlichen Betrieb und einen Hofladen betreibt. Hier stellten die Professoren Fragen nach Qualität und Konkurrenz. Sie zeigten sich begeistert vom Hofladen und dem Anbau der Gemüsesorten, des Obstes und der Kräuter. Auch im Iran gibt es zahlreiche Direktvermarkter, allerdings werden landwirtschaftliche Produkte häufig über lange Zwischenhandelsketten vermarktet. Der Erlös für die Hersteller ist gering. „Wir sind beeindruckt, von den Leistungen der Frauen hier im Schwarzwald“, so  Hossein Azarnivand zum Schluss, „und nehmen viele Impulse mit in unser Forschungsprojekt“.