Bezirks-LandFrauentag Achern in Sasbachwalden mit Heike Malisic

Landfrauen sind aktiv, engagiert, herzlich und vielfältig, dies wurde deutlich beim sehr gut besuchten Bezirkslandfrauentag am Samstagnachmittag im Kurhaus „Alde Gott“ in Sasbachwalden. Im Mittelpunkt stand der humorvoll-berührende und sehr kurzweilige Vortrag „Lebe leichter, lass los, was dich beschwert“ von Heike Malisic aus Oberkirch-Bottenau.

Doch zuerst ließ  Bezirksvorsitzende Sigrid Schmelzle das vergangene Jahr, unterstützt von Bildern, Revue passieren. Sie erinnerte an die Aktionstage „Landfrauen zeigen Flagge“ mit über 400 Veranstaltungen bundesweit zu Themen wie Demokratie, gutes Miteinander und einem lebendigen ländlichen Raum. Auch im Landfrauenbezirk Achern hatte es zwei Aktionen gegeben. Einmal einen Fahrradtour zur Marktscheune Berghaupten und  dann der Startschuss zum Beginn des Volksantrags auf dem Bienenbuckel in Oberachern. Ob 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz oder Gespräche mit Landtagsabgeordnetem Willi Stächele, Landtagsabgeordnete Marion Gentges, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Dezernent Holger Schütz, die Landfrauen scheuen sich nicht sich auch in der Politik für den ländlichen Raum zu engagieren. Für die Aktion „Herzen gegen Schmerzen“ wurden mittlerweile schon über 3000 Herzkissen von den Landfrauen genäht. In diesem Jahr veranstaltete der Bezirk zwei Seminare, einmal „Überzeugend sein, glaubhaft argumentieren, gelassen reagieren“ mit Gabriele Hobmeier und „Was uns zum Blühen bringt – die unschätzbare Bedeutung der Wertschätzung für unser Leben“ mit Beate Weingardt. Ein Höhepunkt in diesem Jahr werde die Fahrt zum deutschen Landfrauentag am 1. und 2. Juli nach Essen sein, ebenso der internationale Fachkongress am 14. Mai in Überlingen. Bürgermeisterin Sonja Schuchter schätzt sehr, was die Landfrauen für die Region machen und lobte ihr Engagement. Rosa Karcher, Präsidentin des Landfrauenverbandes Südbaden, ging auf das Jubiläum des Verbandes im vergangen Jahr ein und auf zahlreiche politische Herausforderungen auf politischer Ebene. Sie gab bekannt, dass insgesamt 84 128 Unterschriften zum Volksantrag  an Minister Peter Hauk übergeben wurden. Ein historischer Tag für Baden-Württemberg, es war der erste Volksantrag, der im Land eingereicht wurde. Auch der Kreisverbandsvorsitzende des BLHVs Thomas Huschle ging in seinem Grußwort auf den Volksantrag ein und die Sorgen vieler Landwirte um ihre Existenz. Er plädierte dafür ein klares Zeichen für die heimische Landwirtschaft zu setzen. Luzia Bollack-Beuschlein, Leiterin des Ernährungszentrums Offenburg, gab einen Rück- und Ausblick auf die verschiedenen Aufgaben und Aktionen des Zentrums. Landtagsabgeordneter Willi Stächele dankte den Landfrauen dafür, dass sie Verantwortung tragen für den ländlichen Raum. „Einer Blondinen im gelben Röckchen“ ist frau gegenüber doch erstmal etwas skeptisch, doch das Eis war schnell gebrochen zwischen den Landfrauen und der Referentin Heike Malisic. Sie riss mit ihrem Redetalent, ihrer humorvollen Art, aber auch mit ihrer Offenheit, ihrer Begeisterung mit und berührte mit Erzählungen aus ihrem Leben.   In ihrem Vortrag „Lebe leichter, lass los was dich beschwert“ ging es nicht um Diäten oder andere Arten des Abnehmens, nein, sondern um das, was einen beschwert. Dazu gehören auch die Sorgen im Alltag, Erfahrungen aus Kindheit, Jugend und erwachsenem Leben oder Krankheiten. Alles hinterlässt Spuren, die das eigene Handeln beeinflussen und als kleine Päckchen in einem Rucksack mitgeschleppt werden. Aber was kann ich tun, um die Dinge, die mich beschweren loszulassen? An was halten wir fest? Da gehe jeder anders damit um. Sie selbst, habe durch ihre Beziehung mit Gott, viele Schwierigkeiten und Hindernissen im Leben umschifft. Mit sehr persönlichen Geschichten aus ihrem Leben nahm sie die Frauen mit. „Einfach mal zur Ruhe kommen und reflektieren“, empfahl die Referentin. Auch aktives Vergeben helfe, viele Dinge, die einen beschweren, loszulassen. Nicht nur anderen, auch sich selbst. Einfach die Perspektive wechseln, helfe schon viel. Krankheiten und Kleinigkeiten loslassen, das erfahre sie immer wieder im Gebet. „Manchmal ist die Heilung oder Hoffnung nur ein Gebet weit entfernt, dabei verlierst du nichts, aber gewinnst sehr viel“, unterstrich sie. Inspirierend ging ihr für viele Frauen sehr wertvoller Vortrag zu Ende mit der Zusage Gottes: „So weit der Osten vom Westen entfernt, so weit ist die Schuld, die Gott vergibt“. Zum Schluss bedankte sich Christine Beute, Vorsitzende der Landfrauen Sasbachwalden, bei den vielen Helfern und lud zum Themenfrühstück am 29. Februar in den Ratssaal im Rathaus Sasbachwalden ein.