Volles Haus beim Kinofilm der LandFrauen im Tivoli

Groß war der Ansturm beim Kinoevent der LandFrauen Bezirk Achern. Die LandFrauen des Bezirks Achern sind Kooperationspartner des Kommunalen Kino Achern. Damit möchten sie den Erhalt des Kinos in der Stadt maßgeblich unterstützen. Dazu gehört auch, dass die LandFrauen einmal im Jahr ein Kinoabend organisieren mit einem Film, der Frauen anspricht.

Mit der französischen Tragikomödie  „Madame Aurora und der Duft von Frühling“ hatten die Frauen ins Schwarz getroffen. Der Kinosaal füllte sich schnell. Und die Frauen zeigten sich begeistert von dem Film um  Aurore (Agnès Jaoui), die trotz der Trennung von ihrem Mann, eigentlich bisher ganz glücklich war mit ihrem Leben und den beiden erwachsenen Töchtern Sarah (Sarah Suco) und Lucie (Lou Roy-Lecollinet). Doch dann wirbelt das Leben doch einiges durcheinander. Ihre älteste Tochter wird schwanger, sie kündigt ihren Job und die Wechseljahre setzen ihr gewaltig zu. Doch da trifft sie zufällig ihre große Jugendliebe Christophe (Thibault de Montalembert) wieder und beschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist Zeit für einen Neustart! Dabei helfen Aurores Freundin Mano (Pascale Arbillot) und ihre beiden Töchter sehr.  Die Zuschauerinnen tauchten ein in eine Welt, die manche doch schon so ähnlich kannten oder die noch vor ihnen liegt. Sicherlich leben Frauen jenseits der 50 in Frankreich schon etwas anders als in Deutschland. Jedoch Wechseljahre, das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden, zu alt für einen Job zu sein, in dem nur Jugendwahn herrscht, kennt frau auch hier. Aurora ist der Mittelpunkt des Filmes. Trotz dem vielen Witz und Humor, gibt es auch leise und berührende Momente, wie in der Alters-WG, in der Aurora anfängt zu arbeiten oder als ihr Enkelkind geboren wird. Frauen jeden Alters berühren sich, sind mit einander verwoben und so scheint es, dass es gar keinen Unterschied macht, ob du am Anfang oder Ende deines Lebens steht. Das Leben zu meistern, dazu gehört eine Portion Mut und Neugier sowie ein Gespür für die leisen Zwischentöne des Lebens. „Der Film war toll“, sagte Theresa, „aber eins ist sicher, in Frankreich möchte ich nicht alt werden.“  „Mir haben vor allem das Spiel der Hauptdarstellerin gefallen und die typischen Anzeichen der Wechseljahre“, so Susanne, „das ist genau wie bei mir.“  Auch Rita war einmal an einem Wendepunkt ihres Lebens: „Der Film macht Mut, weiterhin neues zu probieren und nicht in Depressionen zu versinken und  alle anderen für sein Unglück verantwortlich zu machen.“