Staatsmedaille in Gold an Präsidentin Rosa Karcher

 „Lebendige ländliche und zukunftsorientierte Räume brauchen starke Menschen wie Rosa Karcher, die sich auf vielfältige Art und Weise für ihre Mitmenschen engagieren“, sagte Wolfgang Reimer, Ministerialdirektor im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und ihre Verdienste in der LandFrauenarbeit verlieh ihr der Ministerialdirektor beim LandFrauentag am 19.09.2015 in Freiburg die Staatsmedaille in Gold. „Liebe Frau Karcher, herzlichen Dank für beeindruckende 23 Jahre Engagement bei den LandFrauen und für die LandFrauen. Ich freue mich, Ihnen heute die hoch verdiente Staatsmedaille in Gold überreichen zu können“, so Reimer. „Rosa Karcher steht als Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden einem Verband vor, der für uns wichtiger Partner bei Themen wie einer wirtschaftlich tragfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft sowie einer zukunftsfähigen Gestaltung der Ländlichen Räume ist. Als frischgebackene Trägerin der Goldenen Biene des Deutschen LandFrauenverbandes wurde Rosa Karcher bereits mit der höchsten Verbandsauszeichnung geehrt. Mit der heutigen Auszeichnung – der Staatsmedaille in Gold – würdigt das Land Baden-Württemberg die herausragenden Leistungen von Frau Karcher“, so Ministerialdirektor Reimer. Er betonte, dass sich Karcher in vielen weiteren Gremien zum Wohl der Frauen und Familien im ländlichen Raum sowie der bäuerlichen Familienbetriebe eingesetzt habe, zum Beispiel im Präsidium des Deutschen LandFrauenverbandes, im Präsidium der Deutschen Welthungerhilfe, als Stadträtin und auch in der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung. Mit viel Initiative, Sachverstand, Einfühlungsvermögen, diplomatischem Gespür und Beharrlichkeit setzt Rosa Karcher seit Jahren wertvolle Impulse und ist eine überzeugende Botschafterin für den ländlichen Raum“, sagte Reimer bei der Verleihung der Auszeichnung.

 

Goldene Bienen für Rosa Karcher und Birgitta Klemmer

Deutscher LandFrauenverband verleiht höchste Auszeichnung auf der Mitgliederversammlung des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) am 18.06.2015 in Hamburg zeichnete die Präsidentin des dlv, Brigitte Scherb, Rosa Karcher und Birgitta Klemmer mit der Goldenen Biene aus. Damit ging die höchste Auszeichnung des dlv gleich zweimal nach Südbaden - an die Präsidentin und ihre Geschäftsführerin. Rosa Karcher ist seit 2008 Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden (LFVS). Von 2011 bis 2015 war sie Mitglied im Präsidium des dlv sowie Vorsitzende des dlv-Fachausschusses für Hauswirtschaft und Verbraucherpolitik. In dieser Zeit vertrat sie den dlv auch im Präsidium der Deutschen Welthungerhilfe. Andere Frauen zu motivieren, zu stärken und für die Sache der LandFrauen zu begeistern, ist ihr eine wirkliche Herzensangelegenheit. Birgitta Klemmer ist seit 2005 Geschäftsführerin des LFVS. Das ehrenamtliche Engagement auf allen Ebenen zu fördern, wertzuschätzen und optimal zu unterstützen, ist für sie mehr als ein Beruf. Sie führt die Geschäfte des Verbandes mit Ideenreichtum, Sachverstand und diplomatischem Geschick. „Dieses Erfolgsteam tut der LandFrauenarbeit in Südbaden gut. Das zeigt sich in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Wertschätzung der LandFauenarbeit durch Politik und Berufsstand“, so Brigitte Scherb. „Mit Beharrlichkeit, aber auch neuen Ideen haben beide die Vereinsarbeit in ihrem Landesverband geprägt.“

 

Abenteuer Landwirtschaft -

Die Herausforderung Bäuerin zu sein und zu bleiben

 

Rund 120 Bäuerinnen folgten der Einladung des Landfrauenverbandes Südbaden zum Bäuerinnenkongress am 29.02.2016 in die Belchenhalle nach Aitern. Nach den Grußworten von Bürgermeisterin Sigrid Böhler, Landrätin Marion Dammann und BLHV-Präsident Werner Räpple zeigte Professor Schwarting auf, wie bäuerliche Familienbetriebe die Weichen stellen können, um in einem zunehmend globalisierten und wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich bestehen zu können. Präsidentin Rosa Karcher überreichte den Absolventinnen der IMF-Coachingmaßnahme „Mein Hofladen: einzigartig und erfolgreich“ ihre Abschlusszertifikate: Geschäftsführerin Brigitta Klemmer präsentierte die Angebot des LandFrauenverbandes Südbaden spezielle für Bäuerinnen. In einer Podiumsrunde diskutierte Vizepräsidentin Kerstin Mock mit südbadischen Bäuerinnen über deren täglichen Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Familie und Haushalt und Betrieb, und ging der Frage nach, aus welchen Quellen die Frauen, besonders in betrieblich stark angespannten Zeiten, neue Kraft und Energie schöpfen.

„Ich bin LandFrau!“- das neue Motto für die Jahre 2016 bis 2018

Begeisterung leben und weitertragen

 

„Ich bin LandFrau!“ lautet das neue Motto des LandFrauenverbandes Südbaden für die Jahre 2016, 2017 und 2018.

„Mit Stolz und Begeisterung das LandFrauensein nach außen tragen, das ist unser Ziel“ erläutert Birgitta Klemmer, Geschäftsführerin des LandFrauenverbandes Südbaden.

Begeisterung treibt an und weckt ungeahnte Kräfte. Das zeigen zahlreiche neurobiologische und psychologische Studien. Wer etwas mit Begeisterung macht, kann sprichwörtlich über sich selbst hinauswachsen und große Ziele erreichen. Begeisterung motiviert und steckt an. Menschen, die von einer Sache überzeugt sind, die für eine Idee brennen, können auch andere Menschen sehr viel leichter gewinnen und mitziehen. Begeisterung ist auch die Basis für lebendige, erfolgreiche LandFrauenvereine. Jede LandFrau hat gute Beweggründe, warum sie sich den LandFrauen angeschlossen hat, warum sie im Ortsverein gerne mitmacht und sich dort wohlfühlt. „Genau diese Begeisterung und Überzeugung für die LandFrauenidee, die in jeder von uns steckt, wollen wir mit dem neuen Dreijahresmotto noch stärker ins Bewusstsein rücken, weiter schüren und deutlich nach außen tragen“ erklärt Klemmer. Jedes Mitglied ist eine Multiplikatorin des Vereins. Jedes Mitglied hat die Chance, das Bild der LandFrauen in der Öffentlichkeit positiv zu prägen. Jedes Mitglied kann mit seiner Freude und Begeisterung zum Ausdruck bringen, was das LandFrauenleben in seiner Vielfalt, Buntheit und Schönheit alles zu bieten hat. „Wo Leidenschaft und Herzblut zu spüren sind, wächst die Gemeinschaft und die Verbundenheit. Das fördert die Kreativität sowie die Motivation und macht den Verein nach innen und außen attraktiv“ sagt Klemmer.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

 

Rund 135 Landfrauen und Gäste erlebten einen informativen und unterhaltsamen Mittwochnachmittag beim Bezirks-Landfrauentag in der Mummelseehalle in Seebach, hervorragend ausgerichtet von den Landfrauen Seebach. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ war nur einer der Weisheiten, die Gedächtnis- und Gehirntrainer Thomas Drach, der Referent des Tages, von sich gab. Dazu passte der herrlich sonnige Wintertag außerhalb der Halle, der wie ein toll gemaltes Bild auf einen wirkte. Bezirksvorsitzende Sigrid Schmelzle freute sich über den fast vollen Saal und erinnerte an die vielen Gespräche und Seminaren im letzten Jahr sowie an die Herzkissen und die Korksammelaktion. „Sie bereichern das Leben im Ort und Bezirk“, lobte sie das Engagement der Frauen. Ausblick gab sie auf den Großen Landfrauentag in Friesenheim am 24. Februar mit Schwester Teresa als Referentin. Am 29. Februar findet ein Bäuerinnenkongress in Aitern statt, hier würde ein Bus fahren. Und am 12. März ist in Fautenbach ein Seminar zu „Führen, leiten, motivieren“. Bewusst hatten in diesem Jahr die Landfrauen auf ein musikalisches Rahmenprogramm verzichtet aufgrund der GEMA-Gebühren, erklärte Sigrid Schmelzle. Bürgermeister Reinhard Schmelzle lobte das breitgefächerte Angebot der Landfrauen im Ort, von Fachvorträgen über Kochkurse bis hin zu Wanderungen, aber auch ihr Engagement bei der LEADER-Bewerbung. „Ich bin begeisterte Landfrau und stolz drauf“, dieser Ausspruch von Verbandspräsidentin Rosa Karcher ging gleich über in das neue Verbandsjahresmotto von 2016 bis 2108:„Ich bin Landfrau“. 2015 habe der Verband wieder viel erreicht, darunter die Abkoppelung der Bäuerinnenrente von der Hofabgabe. Seit dem 01.01.2016 können die Bäuerinnen mit Erreichen des Regelrentenalters in Rente gehen. Aber es gebe immer noch viel zu tun. So wolle man gerne das Fach „Alltagskompetenz“ in den Schulen etablieren. Ebenso gab sie zu bedenken, dass die Landwirtschaft in unserer Region die Grundlage für Selbstversorgung und gesunde Ernährung sowie für die Ferienlandschaft sei. Kaum habe er sich gesetzt, erzählt humorvoll Landtagsabgeordneter Willi Stächele, so kam schon Rosa Karcher auf ihn zu und wollte ihn als förderndes Mitglied der Landfrauen werben. Über Jahre hinweg sei eine Verbundenheit mit den Landfrauen gewachsen. Auch heute hätten sie einen interessanten Vortrag, „Fit im Kopf in turbulenten Zeiten“. Jede Zeit habe ja ihre Herausforderung, dabei brauche man die Menschlichkeit, Zuversicht, Besonnenheit und den Humor, ist sich Willi Stächele sicher. Auch in Bezug auf die Flüchtlinge frage man sich „Wieviel Menschlichkeit sind wir schuldig?“. Wichtig sei, die Sorgen ernst zu nehmen und Vertrauen zu schaffen. Stefan Schrempp, Geschäftsführer des Badischen Landeshauptverband in Achern, weiß, dass die Zeiten turbulent sind und Momente, in denen man lachen kann, machen den Kopf frei. Doch, was ist die schnellste Methode um gut drauf zu sein? Das wusste Thomas Drach. Einfach kräftig klatschen, mit den Füssen trampeln und schon entsteht Musik. Bewegung sei wichtig, denn wenn „wir fit im Kopf sein wollen, dann muss der Körper aktiv sein“. Toll wie er das Publikum mitnahm. Kleine Übungen wie Hände nach oben oder einen Kreis mit dem Fuß machen, machten alle begeistert mit. Kurzweilig war auch die Assoziation von Wörten wie Chemiker und Skateboard. „Spielen sie mit der Fantasie“, riet der Fitmacher. „Das Gehirn frisst am liebsten Bilder“, weiß er, denn „Worte sind wie Schall und Rauch“. Ganz einfach wird es da bei Namen und Gesichtern, die man mit Bildern assoziiert. Da wurde doch manche Landfrau sehr fantasievoll und war sich sicher, eine positive Atmosphäre im Kopf lässt auch den Kopf fit bleiben. Vorsitzende Karin Haas bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Helfern.

LandFrauen aus ganz Südbaden, die gerne mit Menschen arbeiten, sich mit Überzeugung für regionale Produkte einsetzen und etwas dazu verdienen wollen, können sich beim LandFrauenverband Südbaden zur „Botschafterin für Agrarprodukte aus der Region“ qualifizieren. Sie informieren Verbraucherinnen und Verbraucher im Lebensmitteleinzelhandel und auf Messen über die Vorzüge von Lebensmitteln aus regionaler Erzeugung Eine neue Schulung zur Botschafterin für Agrarprodukte aus der Region beginnt am 28. Oktober 2015 in Oberkirch. Schulungsort ist das Schönstattzentrum Marienfried, Bellensteinstraße 25, 77794 Oberkirch. Die Kosten betragen rund 290 Euro für 11 Schulungstage, inklusive Verpflegung, für Mitglieder im LandFrauenverband Südbaden. Anmeldung beim LandFrauenverband Südbaden, Merzhauser Str. 111, 79100 Freiburg. E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: 0761/27 133-500 Termine: Basisschulung 1: 28.10., 18.11. und 25.11.2015 Basisschulung 2: 17.02., 24.02. und 02.03.2016 2 Fach- und Beratungstage: im März und Mai 2016 3 Praxistage: 1. Quartal 2016 bei den Wirtschaftspartnern vor Ort Die Schulung ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württembergs, des Landesministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der MBW sowie regionaler Wirtschaftspartner. Nähere Informationen unter Tel. 0761-27133-508 oder www.landfrauenverband-suedbaden.de.