ABC Breast Care spendet Füllmaterial für Herzkissen

Bunt sind sie, Schmerzen sollen sie lindern und Mut machen: die Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen von den LandFrauen Bezirk Achern. Unter dem Motto „Herzen gegen Schmerzen“ nähen diese schon seit 2012 Herzen für die erkrankten Frauen. Über 3 000 Kissen wurden schon genäht.  „Die außergewöhnliche Form des Kissens bewirkt nach einer Brustoperation die Linderung von Wund- und Druckschmerzen“, erklärte Sigrid Schmelzle, Vorsitzende des Bezirks Achern. Seit 2012 nehmen das Klinikum in Offenburg und in Lahr sowie das Klinikum Baden-Baden gerne die Herzen für ihre Brustkrebspatientinnen an. Der Bedarf ist groß, da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist. Jede sechste bis achte  Frau erkrankt an Brustkrebs. Jährlich kommen 70 000 bis 72 000 neu erkrankte Frauen in Deutschland hinzu. Rund 18 000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs. Mit den Herzkissen möchten die LandFrauen nicht nur helfen, sondern auch gesunde Frauen für die Vorsorge und Früherkennung sensibilisieren. Dieses Engagement beeindruckte Geschäftsführer Roland Kiefer und seine Mitarbeiterinnen Jutta Frommann-Ganter und Anna Resch vom Sanitätshaus Hardenberg & Kiefer in Achern. Das Sanitätshaus bietet Produkte der ABC Breast Care, Neubeuern, an. Diese sind Hersteller von Brustprothesen zur Erst- und Zusatzversorgung nach einer Brustkrebsoperation. Deren Aussendienstmitarbeiterin Kerstin Reich war begeistert von der Solidarität der Landfrauen und fragte im Unternehmen nach, ob dieses mit Füllmaterial die Frauen unterstützen würde. Für Geschäftsführer Clemens Rechenberg war dies keine Frage, da seine Produkte Brustkrebspatientinnen ein aktives und selbstbewusstes Leben ermöglichen. Gerne unterstütze er die Herzkissenaktion. Am Mittwoch war es dann soweit. Er und Kerstin Reich waren im Sanitätshaus und übergaben an Sigrid Schmelzle und Agnes Glaser (LandFrauen Fautenbach) einen großen Sack mit Füllmaterial für die Herzkissen. Dieser wird dann in den nächsten Tagen an die fleißigen Näherinnen verteilt.

Bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für den ländlichen Raum

 Entspannte Gesprächsatmosphäre und eine angeregte Unterhaltung prägten das Gespräch der LandFrauen aus dem Ortenaukreis mit Landrat Frank Scherer. Am Dienstag trafen sich der Landrat, Luzia Bollak-Beuschlein (Leiterin Ernährungszentrum Offenburg) und die LandFrauen, vertreten durch Verbandspräsidentin Rosa Karcher und den Bezirksvorsitzenden Monika Schnaiter (Haslach), Lore Sälinger (Oberkirch), Ingrid Schwörer (Kehl-Hanauerland), Sigrid Schmelzle (Achern), Gabriele Haas (Kinzigtal)sowie Gerda Roth (Lahr) in der Rebveredlung Basler-Männle in Oberachern.

Landfrauen wollen Neues wagen

 „Präsenz zeigen – Neues wagen – Wirkung erzielen“ ist der Schwerpunkt der LandFrauen in diesem Jahr. Dazu hatte Verbandsbildungsreferentin Andrea Jansen viele Anregungen bei der Bildungsprogrammbesprechung der Landfrauen der Bezirke Achern, Bühl-Rastatt und Oberkirch im LandFrauenraum in Fautenbach. Und gleich zu Anfang wagte die Referentin Neues, indem sie mit den Frauen kleine gymnastische Übungen machte. Neues wagen könnten die Frauen auch mit den mehrtägigen Weiterbildungen zu „Präventive Gymnastik“, „Kompetent und effizient im Agrarbüro“, „Mein Hof-/Dorfladen: einzigartig und erfolgreich“ oder „Facebook für Selbständige und Unternehmerinnen“. 

Sonne und gute Stimmung beim Ausflug der Vorstände

Bei herrlichstem Sonnenschein zog es die Vorstände sowie die ehemaligen Vorstände der fünf Ortsvereinen des LandFrauenbezirks Achern Richtung Freiburg. Zum ersten Mal waren die 51 Frauen gemeinsam unterwegs. Da durfte natürlich ein Besuch beim Südbadischen LandFrauenverband im Haus der Bauern in Freiburg nicht fehlen. Ungewöhnlich ist das Gebäude, ein riesiges Passivhaus fast ganz aus Holz, dazu eine aus Quadraten bestehende Glasfassade. Beeindruckend! Birgitta Klemmer, Geschäftsführerin des Verbandes, begrüßte die Frauen und berichtete von der Planung über die Entstehung bis zur Einweihungsfeier 2014. Die Architekten der Werkgruppe Lahr hatten das 2500 Quadratmeter große Haus geplant mit 2000 Quadratmeter Bürofläche auf vier Ebenen und einer tollen Dachterrasse sowie einer 500 Quadratmeter großen Tiefgarage. Holz aus der Region, insgesamt rund 3800 Stämme, wurde verarbeitet, außen Fichte, innen Weißtanne. Als Wetter- und Sonnenschutz dient die Glashaut.

Großer LandFrauentag in Appenweier

  „Gut verpackt – alles transparent?“. Aber schützt die Verpackung auch oder ist sie eine Mogelpackung oder sogar gesundheitsgefährlich? Können gebrauchte Verpackungen wiederverwendet werden? Fragen über Fragen, denen Diplom-Oecotrophologin Elvira Schwörer von der Verbraucherzentrale Stuttgart beim Großen Landfrauennachmittag in Appenweier (Ortenaukreis) am Donnerstag in der gut besuchten Schwarzwaldhalle nachging. In diesem Jahr organisierte die Veranstaltung das Amt für Landwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis und Luzia Bollack-Beuschlein, Leiterin des Ernährungszentrums „Südlicher Oberrhein“ führte informativ durchs Programm. Die Referentin ging ein auf die Aufgaben und Anforderungen einer Lebensmittelverpackung, die verschiedenen Verpackungsmaterialien, Risiken der verschiedenen Stoffgruppen, Hinweise zum Umgang mit Verpackungen, zum Vermeiden von Verpackungsmüll und zu Forderungen der Verbraucherzentrale. Die meisten Lebensmittel ständen aufwendig verpackt in den Supermarktregalen. Sie sollen die Lebensmittel vor qualitätsminderen äußeren Einflüssen schützen wie Verunreinigungen, Licht, Feuchtigkeit, Mikroorganismen und Sauerstoff. Aber auch zum sicheren Transport und zur Information seien die Verpackungen da.