Landfrauen mit viel Mut für die Zukunft im ländlichen Raum

 

Mit viel Mut setzen sich Frauen für Ihre Belange, die Zukunft und den ländlichen Raum ein, haben Ideen und setzen sie auch um. Dies wurde ganz deutlich beim Internationalen Fachkongress Land.Frauen.Zukunft in Bad Herrenalb. Eingeladen hatten die Landfrauenverbände Baden-Württemberg und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Seit 2001 gibt es diesen Kongress und er habe sich zu einem großen Erfolg entwickelt, betonte Isabel Kling vom Ministerium, die als Moderatorin durch den Tag führte. 2003 öffnete der Kongress seine Grenzen und ist seit dem international. Auch dieses Mal waren Gäste aus Finnland, Katalonien und Ungarn dabei. Die Projektleiterin Treffpunkt Baden-Württemberg, Silvie Kostic, stellte bei ihrer Begrüßung die Gartenschau mit ihrer Möglichkeit, eine breite Öffentlichkeit anzusprechen, in den Fokus. Sie verwies gleichzeitig auf die derzeit begleitenden Ausstellungen zum Naturschutz und  „Frauen bewegen das Land“  im Kurhaus.

LandFrauen werden gesehen und gehört

 Am Freitag fand die Bezirksversammlung der Ortsvorstandsfrauen des Landfrauenbezirks Achern im Bistro Illenau statt. Zuvor besichtigten die Frauen das Illenau Museum. Winfried Hoggenmüller führte sie mit interessanten Tatsachen und Anekdoten durch die Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt. Interessant war, dass die Anstalt, die dieses Jahr 175 Jahre alt wird, verschiedene Therapieformen entwickelte, dazu gehörten Kunst, Musik und Handwerk.

ABC Breast Care spendet Füllmaterial für Herzkissen

Bunt sind sie, Schmerzen sollen sie lindern und Mut machen: die Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen von den LandFrauen Bezirk Achern. Unter dem Motto „Herzen gegen Schmerzen“ nähen diese schon seit 2012 Herzen für die erkrankten Frauen. Über 3 000 Kissen wurden schon genäht.  „Die außergewöhnliche Form des Kissens bewirkt nach einer Brustoperation die Linderung von Wund- und Druckschmerzen“, erklärte Sigrid Schmelzle, Vorsitzende des Bezirks Achern. Seit 2012 nehmen das Klinikum in Offenburg und in Lahr sowie das Klinikum Baden-Baden gerne die Herzen für ihre Brustkrebspatientinnen an. Der Bedarf ist groß, da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist. Jede sechste bis achte  Frau erkrankt an Brustkrebs. Jährlich kommen 70 000 bis 72 000 neu erkrankte Frauen in Deutschland hinzu. Rund 18 000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs. Mit den Herzkissen möchten die LandFrauen nicht nur helfen, sondern auch gesunde Frauen für die Vorsorge und Früherkennung sensibilisieren. Dieses Engagement beeindruckte Geschäftsführer Roland Kiefer und seine Mitarbeiterinnen Jutta Frommann-Ganter und Anna Resch vom Sanitätshaus Hardenberg & Kiefer in Achern. Das Sanitätshaus bietet Produkte der ABC Breast Care, Neubeuern, an. Diese sind Hersteller von Brustprothesen zur Erst- und Zusatzversorgung nach einer Brustkrebsoperation. Deren Aussendienstmitarbeiterin Kerstin Reich war begeistert von der Solidarität der Landfrauen und fragte im Unternehmen nach, ob dieses mit Füllmaterial die Frauen unterstützen würde. Für Geschäftsführer Clemens Rechenberg war dies keine Frage, da seine Produkte Brustkrebspatientinnen ein aktives und selbstbewusstes Leben ermöglichen. Gerne unterstütze er die Herzkissenaktion. Am Mittwoch war es dann soweit. Er und Kerstin Reich waren im Sanitätshaus und übergaben an Sigrid Schmelzle und Agnes Glaser (LandFrauen Fautenbach) einen großen Sack mit Füllmaterial für die Herzkissen. Dieser wird dann in den nächsten Tagen an die fleißigen Näherinnen verteilt.

Bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für den ländlichen Raum

 Entspannte Gesprächsatmosphäre und eine angeregte Unterhaltung prägten das Gespräch der LandFrauen aus dem Ortenaukreis mit Landrat Frank Scherer. Am Dienstag trafen sich der Landrat, Luzia Bollak-Beuschlein (Leiterin Ernährungszentrum Offenburg) und die LandFrauen, vertreten durch Verbandspräsidentin Rosa Karcher und den Bezirksvorsitzenden Monika Schnaiter (Haslach), Lore Sälinger (Oberkirch), Ingrid Schwörer (Kehl-Hanauerland), Sigrid Schmelzle (Achern), Gabriele Haas (Kinzigtal)sowie Gerda Roth (Lahr) in der Rebveredlung Basler-Männle in Oberachern.

Landfrauen wollen Neues wagen

 „Präsenz zeigen – Neues wagen – Wirkung erzielen“ ist der Schwerpunkt der LandFrauen in diesem Jahr. Dazu hatte Verbandsbildungsreferentin Andrea Jansen viele Anregungen bei der Bildungsprogrammbesprechung der Landfrauen der Bezirke Achern, Bühl-Rastatt und Oberkirch im LandFrauenraum in Fautenbach. Und gleich zu Anfang wagte die Referentin Neues, indem sie mit den Frauen kleine gymnastische Übungen machte. Neues wagen könnten die Frauen auch mit den mehrtägigen Weiterbildungen zu „Präventive Gymnastik“, „Kompetent und effizient im Agrarbüro“, „Mein Hof-/Dorfladen: einzigartig und erfolgreich“ oder „Facebook für Selbständige und Unternehmerinnen“.