LandFrauen besuchen Landtag in Stuttgart und Willi Stächele

 

Gerne besucht Landtagsabgeordneter Willie Stächele  Veranstaltungen der LandFrauen in seinem Wahlbezirk in der Ortenau. Dieses Mal aber lud er die Frauen zu sich nach Stuttgart in den Landtag und einem von ihm organisierten Rahmenprogramm ein. 26 Frauen aus den LandFrauenbezirken Achern, Kehl/Hanauerland und Oberkirch  nutzten diesen Tag, um sich direkt bei ihm zu informieren. In Stuttgart angekommen, ging es nach einem kurzen Spaziergang zum GENO-Haus (Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband). Dort wurden sie von Steffen Müller, Referent des Vorstandsbüros des Verbandes, begrüßt. In einem Vortrag stellte er die Genossenschaft und ihre Arbeit vor. Dabei erzählte er aus seinen fünf Jahren als Projektleiter im südlichen Südamerika, was die Frauen sehr faszinierte und diese auch immer wieder nachfragten. Wichtig war den Frauen auch, ob die Genossenschaften auch weiterhin im ländlichen Raum präsent blieben. Dies konnte Müller nur bejahen: „Unser Ziel ist es, in der Fläche präsent zu sein.“ Nach einem kleinen, aber feinen, Mittagessen im GENO-Haus, ging es weiter zum Landtag. Da hieß es, Taschen, Jacken, Handys und Fotoapparate abgeben. Und mucksmäuschenstill wanderten die Frauen in Richtung Plenarsaal. Dort wurden sie Zeuge des Schlagabtauschs der einzelnen Parteien zum Haushalt 2013/2014. Ganz schön lebhaft ging es in der über fünf Stunden dauernden Beratung zu, bevor die Abgeordneten und Regierung in die Mittagspause gingen. So konnten die LandFrauen auch eine kleine Einführung in den Landtag und seine Geschichte mitmachen. Interessant war auch der Empfang des Landtagspräsidenten Guido Wolf für die Soldatinnen und Soldaten vom Auslandseinsatz im Foyer des Landtages. Schließlich konnte Willi Stächele seine Besucherinnen persönlich begrüßen. Kurz schaute auch Landtagsabgeordneter Tobias Wald aus Ottersweier vorbei und sagte hallo. Bei Kaffee und Kuchen erzählte er aus seinem Politalltag, erläuterte die zuvor gehörte Haushaltsdebatte und stellte sich den Fragen der LandFrauen. Sorgen bereitet vielen LandFrauen, vor allem denen aus dem Schwarzwald, der Nationalpark. Es fehlt ihnen noch ein durchdachtes Konzept. Stächele hält sich im Moment mit seiner persönlichen Meinung noch zurück, bis die Gutachten, die voraussichtlich im Februar kommenden Jahres fertig sind, da sind. Die angesprochenen Sorgen bezüglich Borkenkäfer, Tourismus und Holzwirtschaft, kenne er noch zur Genüge aus seiner Zeit als Landwirtschaftsminister und verstehe diese. Ebenso ärgern sich die LandFrauen zurzeit über die angestrebte Gebührenerhöhung des Ernährungszentrums Offenburg. Schließlich gäbe es hier einen Bildungsauftrag, nicht nur LandFrauen auch Schulen und Lehrer nutzten das Ernährungszentrum zu Weiterbildung. Bisher hätten die Frauen auch immer neben einer geringen Gebühr die gesamten Lebensmittelkosten des Kurses übernommen, sähen aber jetzt durch die Erhöhung Probleme für alle. Der Landtagspräsident a.D. empfahl seinen Besucherinnen sich direkt an die Kreisräte und Landrat Frank Scherer zu wenden. Auf ein baldiges Wiedersehen freute sich Stächele bei der Verabschiedung der Gäste. Diese nutzten die noch freie Zeit bis zur Heimfahrt für einen kurzen Bummel durch die Markthalle in Stuttgart.

Herzen gegen Schmerzen

Bunt sind sie, Schmerzen sollen sie lindern und Mut machen, die 320 selbstgenähten Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen, die die LandFrauen des Ortsvereins Lauf genäht haben und nun dem Ortenau-Klinikum Offenburg übergab. „Manchmal sind es Kleinigkeiten, die das Leid der Patientinnen lindern", bedankte sich der Geschäftsführer des Ortenau-Klinikums, Manfred Lörch, bei den Frauen.
Simone Graf aus Lauf war es, die von der bundesweiten Aktion "Herzen gegen Schmerzen" gehört hatte und die ihre LandFrauen dafür begeistern konnte.  „Jede Frau bekommt  ein eigenes individuelles Herzkissen“, unterstrich Rosa Karcher, die Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden. „Wir möchten Linderung bringen und die erkrankten Frauen in ihrer seelischen Not emotional unterstützen.“ Schon immer hatten  Frauenkrankheiten einen hohen Stellenwert bei den LandFrauen. Schon früh haben sie immer wieder das Screening gefordert. Schließlich sei Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede sechste bis achte  Frau erkranke an Brustkrebs.  „Jährlich kommen 70 000 bis 72 000 neu erkrankte Frauen in Deutschland hinzu“, teilte Mammographie-Radiologin Ingeborg Krügel mit. Rund 18 000 Frauen würden jährlich an Brustkrebs sterben. "Wir sind froh, dass wir heute so weit gekommen sind, dass jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren ein kostenloses Mammographie-Screening erhält“, erklärte Rosa Karcher. Aber auch für jüngere und ältere Frauen sollte diese Art der Untersuchung kostenlos und verpflichtend sein. Es sei wichtig rechtzeitig und frühzeitig den Krebs zu erkennen. Doch nur 60 Prozent der in Frage kommenden Frauen nutze das Screening.  „Ich möchte die Frauen mit dieser Herzkissenaktion sensibilisieren, ihre Chance zu nutzen“, sagte die Präsidentin. Die frühzeitige Erkennung eines Tumors bedeute letztlich kleinere Eingriffe und schonende Behandlung. Krügel wünscht sich zur besseren Erkennung von Tumoren bei dichtem Brustdrüsenkörper die Sonografie, ebenso ein Brustkrebsregister.  Gerne, so Karcher, unterstützen die LandFrauen diesen Wunsch. Von einer steigenden Brustkrebsrate sprach  auch der Chefarzt des Offenburger Brustzentrums Winfried Munz. 300 Primärfälle und 400 Brustoperationen hatte das Offenburger Brustzentrum im vergangenen Jahr gezählt. Professor Axel Göppinger bestätigte die steigenden Zahlen an Neuerkrankungen von Brustkrebs. Im Brustzentrum Lahr waren es im vergangen Jahr 120 Primärerkrankungen und 200 Brustoperationen. Durch eine gesunde Ernährung und mindestens drei Stunden Sport pro Woche würde die Krebswahrscheinlichkeit um über 30 Prozent sinken, betonte Munz.  Wichtig sei auch die weitere ambulante Betreuung (z. B. Hotline, Komplementärmedizin, Ernährung, Sport) nach einer Operation, um nicht in seelische Not zu geraten. „Die außergewöhnliche Form des Kissens bewirkt nach einer Brustoperation die Linderung von Wund- und Druckschmerzen“, erklärte Sigrid Schmelzle, die Vorsitzende des Bezirks Achern. „Und mit jedem Herzkissen wird ein Begleitbrief überreicht. Die anderen Ortsvereine stehen schon in den Startlöchern und werden für Nachschub sorgen", sagte sie – und wünschte sich trotzdem, dass künftig diese Herzkissen nicht mehr gebraucht werden.

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Ideenreiche LandFrauen in einem lebendigen Bezirk

 

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„Sei in diesem Augenblick glücklich, das genügt. Wir brauchen nicht mehr als den Augenblick.“, so begrüßte Bezirksvorsitzende Sigrid Schmelzle letzten Freitagabend alle Ortsvorstandsfrauen des LandFrauenbezirks Achern im Hofladen Querfeldein in Lichtenau-Ulm zur Bezirksversammlung. Vorab besichtigten die Frauen den Hofladen Querfeldein. Regina und Roland Fraß informierten bei einer Besichtigung über den 24 ha großen Betrieb und dessen Historie. Interessant waren der Anbau unter Glas, aber auch die Beheizung und Bewässerung des Gewächshauses. Seit einem Jahr nun ist Sigrid Schmelzle Bezirksvorsitzende der LandFrauen Achern und sieht ihre Arbeit für den ländlichen Raum und soziale Bereiche sowie die Gespräche mit Landräten, BLHV und Dezernenten als persönliche Bereicherung. Einen kurzen Rückblick über die Termine des Bezirkes gab Schriftführerin Karin Haas. Heraus hob sie dabei das soziale Engagement bei „Unterwegs zu neuen Chancen“ und „Korken für Kork“. Anja Rösch lieferte einen einwandfreien Kassenbericht für den Bezirk ab. Als neue Beisitzerin des Bezirks für Kerstine Bohnert, die ihr Amt zur Verfügung stellte, wurde Michaela Bross in geheimer Wahl einstimmig gewählt. Als Kassenprüferinnen wurden Angelika Vollmer und Monika Gessler gewählt. Weiter ging es mit den Berichten der einzelnen Ortsvereine. Anja Rösch  erzählte unter anderem im Rückblick von der Ernährungsumstellung, dem Wahlcafe, Gehirntraining und dem Jubiläum in Sasbachwalden. Oberachern hatte etliche Bastel- und Kochaktionen, Wanderungen, Besichtigungen, die Frauenfastnacht und vieles mehr, so Michaela Bross. Auch Fautenbach, berichtete Sonja Hauser, war kreativ tätig mit verschiedenen Kursen, Weihnachtsmarkt und Frauenfastnacht. Karin Haas informierte über die Ausflüge und Wanderungen der Seebacher LandFrauen, darunter auch ein Kinobesuch und Schnapsprobe. Viele Unternehmungen hatte im letzten Jahr Lauf. Anita Glaser erzählte von Yoga, Gymnastik, Besichtigungen, Wanderungen, Gartenprojekte, Augenseminar und anderm. Neu angegangen sind sie schon erfolgreich das Projekt „Herzen gegen Schmerzen“ für Brustkrebspatientinnen. Die anderen Ortsvereine werden diese Aktion noch durchführen. Sigrid Schmelzle war begeistert:“Wir sind ein richtig lebendiger Bezirk. Es sprudelt nur so von Ideen.“ Für das kommende Jahr stehen wiederum viele Aktionen an. So gibt es im Herbst verschiedene Schulungen, wie das Verkaufs-Coaching und 1x1 des Online-Marketings. Am 15.09.2012 findet der Große LandFrauentag auf der Baden-Messe in Freiburg statt. Dazu möchten die LandFrauen ein Kochbuch für Suppen und Eintöpfe herausgeben. Weiterhin unterstützen die LandFrauen die Berliner Erklärung mit einer Unterschriftenaktion. Mittlerweile hat der LandFrauenbezirk Achern 460 Mitglieder, so Sigrid Schmelzle: „Wir sind ein gutes Netzwerk in diesem Bezirk.“ Und immer wieder können sich die LandFrauen, aber auch alle andere Interessierten, auf der vom Verband hochgelobten Homepage www.landfrauen-bezirk-achern.de  informieren.

 

 

Mit Takt und Stil-Seminar für zeitgemäße Umgangsformen

 

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Aus dem ganzen Ortenaukreis  kamen die Teilnehmer des Seminars „ Mit Takt und Stil-zeitgemäße Umgangsformen“ des Landfrauenverbands Südbaden, das im Landfrauenraum Fautenbach am 3. März 2012 stattfand. Die ausgebildete Stiltrainerin Isabelle Feuerbacher aus Offenburg beleuchtet zuerst die Geschichte der Etikette bis zur heutigen Form. Das persische Sprichwort: „Höflichkeit ist ein Kapital, das den reicher macht, der es ausgibt.“, bringt die Sache auf den Punkt. Knigges Aussage „Respektiere dich selbst, wenn du willst, dass andere dich respektieren“ weist auf die Grundhaltung, die jeder besitzen sollte, hin.

Laut Umfragen betrachten es die Deutschen als besonders unhöflich, den Gesprächspartner nicht Ausreden zu lassen, ebenso unpünktlich zu sein und sich bei Tisch schlecht zu benehmen. Als Fettnäpfchen Nummer eins gilt es, die Schwächen seines Gegenübers öffentlich bloßzustellen. Kritik sollte, wenn nötig nur unter vier Augen sachlich und taktvoll angebracht werden. Dabei sollte man nie persönlich werden.

Isabelle Feuerbacher hatte das Tagesseminar äußerst kurzweilig strukturiert. Einzelne Blöcke wurden durch kurze Kaffeepausen unterbrochen, das Mittagessen nahm man im neueröffneten „ Gasthaus Wagen“ , Fautenbach, ein.

Im ersten Block wurden die Bereiche „Grüßen, Vorstellen, Begrüßen“ erarbeitet, wobei viele Aspekte zu beachten sind.

Die Tischkultur und die Tischmanieren wurden auch durch praktisches Eindecken einer Tafel zu einem mehrgängigen Menü geübt. Die Botschaft lautete: „Mit gutem Benehmen bei Tisch sammelt man Pluspunkte im gesellschaftlichen Umgang.“ Das Einspielen einer Episode des Films „Plötzlich Prinzessin“ und von „Mr. Bean“ strapazierte die Lachmuskeln enorm und trugen zur guten Stimmung bei.  „Der erste Eindruck“ leitete ein weiteres Themenfeld ein. So entsteht der erste Eindruck eines Menschen in 3 Sekunden und wird zu 93% geprägt durch das äußere Erscheinungsbild. 55% davon entscheidet die Gesamterscheinung, wie Ausstrahlung, Körpersprache, Mimik, Blickkontakt, gute Umgangsformen und Kleidung. Weitere 38% entfallen auf den Tonfall der Stimme, ca. 7% bleiben nur für den Inhalt des Gesagten. Distanzverhalten und Dresscode wurden ebenfalls besprochen. Eine Grenzverletzung liegt vor, wenn man zu neugierige Fragen stellt, über andere tratscht, fremde Post liest, andere zu sehr anstarrt oder an fremden Türen nicht anklopft.

Einen weiteren informativen Block gab es über den „guten Ton“ am Telefon, Handy und online. Hier ist die Tonlage sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist es, sich seinen Gesprächspartnern zu 100% zu widmen und ihn ausreden zulassen. Brisante oder emotional wichtige Nachrichten sollte man nicht per E-Mail schicken. Das Briefgeheimnis ist hier nicht gesichert. Auf die Gefahren von Facebook und Schüler-VZ wurde hingewiesen. Wichtige private Infos oder auch Fotos sollten nichtweitergegeben werden, da sie von jedermann einsehbar sind und negativ missbraucht werden können. Nach einer Studie wird jeder fünfte Nutzer in Cyber-Mobbing entweder als Täter oder Opfer verstrickt.

Zu guter Letzt gab es Infos zu gelingendem Smalltalk. Negative Themen sollte man ausklammern. Die Aussagen müssen positiv bleiben. Es darf kein Verhör geführt werden. Aus einem lockeren Smalltalk kann bei gegenseitiger Sympathie auch ein tiefgründiges Gespräch werden. Von einer Gruppe sollte man sich nie wortlos entfernen.

Je ein Quiz für die Teilnehmer vertiefte den Stoff zu jedem der Themen.

Bezirksvorsitzende Sigrid Schmelzle bedankte sich herzlich bei Isabelle Feuerbacher mit einem Frühlingsgruß und regionalem Wein. Frau Feuerbacher verstand es, den Teilnehmern viel Detailwissen und dadurch mehr Sicherheit mitzugeben, was durch ein Zertifikat dokumentiert wurde.

(FDS)

 

 

Liebe Lore Sählinger,

sehr geehrter Herr OB Braun,

sehr geehrter Herr Minister a.D. Stächele,

liebe Ehrenpräsidentin Marianne Anselm

sehr geehrter Herr  Dreher und Herr Moritz

lieber Ulrich Müller und lieber  Herr Schrempp

sehr geehrte Gäste und liebe LF,

ich bedanke mich für die Einladung und für die Möglichkeit ein Grußwort an sie zu richten.

Die Idee den Großen  LF-Tag auf den 29. Februar zu legen, halte ich für eine wunderbare Idee, denn es ist sozusagen ein geschenkter Tag, den es nur alle 4 Jahre gibt. Daher genießen Sie den Tag  und lassen sich verwöhnen. 

„Lust auf Zukunft“ heißt das Motto des LFVS, unter dem unsere Verbands- und Bildungsaktivitäten in den Jahren 2010 bis 2012 stehen.

Weiterbildung und lebenslanges Lernen hat bei uns einen großen Stellenwert und ist angesichts des ständigen Wandels von Arbeitswelt und Gesellschaft heute wichtiger denn je. ( Das war meiner Vorgängerin und Ehrenpräsidentin Marianne Anselm bereits ein großes Anliegen. Ich freue mich dass sie heute bei uns ist)

Auch im vergangenen Jahr  haben die 6 Bezirke im Ortenaukreis mit ihren  54 OV und mittlerweile rund 4000 LF  ein enormes Angebot an Bildungsveranstaltungen  ehrenamtlich umgesetzt, wovon rein rechnerisch  rund 25.000 Personen  profitierten. Dazu kommen unzähligen Stunden an ehrenamtlicher Arbeit wie Kinderferienprogramme, Altennachmittage, Weihnachtsbasare zugunsten karitativer Zwecke, Blumenpflanzaktionen, Fredericktage und vieles mehr.

Mein Dank gilt heute allen Landfrauen und ich nenne hier stellvertretend die Bezirksvorsitzenden der Ortenau Präsidiumsmitglied  Sigrid Schmelzle, Monika Schnaiter, Ursula Eisenbeiss, Ingrid Schwörer, Rita Sester und Lore Sälinger, die eine hervorragende Arbeit mit ihren OV u. Bezirken leisten.

Im vergangenen Jahr fand die bundesweiten Aktion Unterwegs zu neuen Chancen, wo sich natürlich auch die OV und Bezirke aus der Ortenau beteiligten. Von Mai bis September 2011 waren 1000 OV in ganz Deutschland unterwegs. Sie  wandern oder fuhren Rad, waren gemeinsam aktiv  und knüpften mit anderen OV und Bezirken neue  Kontakt. Bundesweit sammelten die LF bei Ihren Aktiontagen  

für die Stiftung „ Eine Chance für Kinder“ 100.000,- €. Das ist ein stattlicher Betrag.

Vielen Dank für ihr Unterstützung.

Sehr geehrte Gäste, liebe LF

Seit Ende 2010 bietet der LFVS eine kostengünstige und leicht bedienbare Homepagevorlage für OV und Bezirke an und ist mit Schulungen behilflich.

Das nutzen mittlerweile viele OV und Bezirke und bieten mit viel Talent und Kreativität ihre eigene Homepage im Netz, um potentiellen Mitgliedern Lust auf LandFrauen zu machen. Unser Ziel ist es, dass in den nächsten Jahren alle 280 OV online gehen und sich mit ihren vielfältigen Bildungsveranstaltungen im Netz präsentieren. Der heute gastgebende OV Nußbach hat hinsichtlich Mitgliedergewinnung wohl ein besonderes Talent. Seit März 2010 hat die Vorsitzende Sybille Springmann mit ihrem hochmotivierten Team 29 neue Mitglieder gewonnen. Das ist natürlich eine tolle Leistung und verdient Anerkennung, ebenso wie die liebevolle Bewirtung.

 

Sehr geehrte Gäste liebe LF,

Der LFVS steht für umfassende Erwachsenenbildung, ehrenamtlichen Engagement und  ist das politische Sprachrohr für die berechtigen Anliegen der Frauen und Familien auf dem Lande.

Wir sind ein Zusammenschluss von allen Frauen im Ländlichen Raum, egal ob Bankkauffrau, Bäuerin, Mutter, Single, junge Frau oder Seniorin.

Gemeinsam haben wir das Ziel auch zukünftig in einem attraktiven ländlichen Raum zu leben.Wir kennen die Belange und Sorgen der Menschen im Ländle und deshalb freue ich mich. Dass Herr Minister a.D. Stächele als engagierter politscher Vertreter heute hier ist.

Als größter Frauenverband im ländlichen Raum liegt uns

die Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herze. Wir fordern deshalb  den zügigen Ausbau von flexiblen Kinderbetreuungsangeboten, Erhalt von Schulen in erreichbarer Nähe und den Ausbau von Pflege- und Betreuungsangebote im ländlichen Raum.

Wie die IREUS-Studie belegt wird insbesondere der ländliche Raum  in den kommenden Jahren großen Veränderungen unterworfen sein.

Neben dem  Strukturwandel trifft   besonders  der  demographischen Wandel den ländlicher Raum   schneller und härter  als Verdichtungsräume.

Die Politik muss solchen Entwicklungen  entgegenstellen, denn das Gebot gleichwertiger  Lebensverhältnisse ist bereits im Grundgesetz verankert. Notwendige Infrastrukturen müssen erhalten bleiben und ein zügiger Ausbau von DSL umgesetzt werden.

Sehr geehrter Herr Dreher, ich finde es sehr positiv  dass der Unterausschuss Ländlicher Raum mit vielen Maßnahmen dazu beitragen will, dass der ländlichen Raum in der Ortenau attraktiv bleibt.

Gleichzeitig biete der  ländliche Raume  große Zukunftschancen, die genutzt werden sollten. Gerade die Energiewende findet im ländlichen Raum statt, da dort vorrangig, Biomasse Windkraft und Photovoltaik erzeugt wird. Besonders bei der Windenergie sehe ich großes Potential, wenn es gelingt Windparks mit Bürgerbeteiligung zu forcieren. Dadurch könnten Bündnisse zwischen Bürgern, landwirtschaftlichen Familien und Kommunen entstehen mit dem Zweck regionale Wertschöpfung vor Ort zu halten, anstatt außenstehenden Investoren  die Gewinnchancen zu überlassen.

Gewinnchancen brauchen auch unsere Landwirtschaftlichen Betreibe, die in der sehr reizvollen aber kleinstrukturierten Region Südbadens gesunde und hochwertige Lebensmittel erzeugen, damit  Kulturlandschaft  pflegen und ein unverzichtbares Fundament  für einen wachsenden Tourismus und damit Wertschöpfung in der Region sind

Auch das Thema Entgeltungleichheit betrifft vor allem Frauen im ländlichen Raum Frauen erhalten  bei gleicher Arbeit durchschn. 23 % weniger Lohn  als ihre männlichen Kollegen. Im Ländlichen Raum macht dies sogar 33 % aus.

In diesem Jahr findet am 23. März der Equal pay-day  statt, zu Deutsch der  internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen.

Der 23. März markiert sozusagen den Zeitraum, den  Frauen über die Jahreswende  hinaus länger arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen.

Gerade Frauen laufen Gefahr am Ende ihres Lebens von Altersarmut betroffen zu sein. Niedrige Löhne, Lücken in der Erwerbsbiographie und ein hoher Anteil an   Teilzeitbeschäftigung  sind Ursachen.

Der Deutsche LFV hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Projekt auf den Weg gebracht, das zunächst diesen Ursachen nachgeht.   Hier muss sicherlich noch an vielen Stellschrauben gedreht werden damit  es zu einer echten Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen kommt.

Zum Schluss möchte ich noch auf das Thema Bildung eingehen, und den wichtigen und notwendigen Wert der Verbraucherbildung  herausgreifen und mit ein paar Zahlen untermauern.

In Deutschland werden jährlich 70 Mrd. Euro  von  der Krankenkassen für ernährungsbedingte Krankheiten ausgegeben, das ist 1/3 der Gesamtausgaben im Gesundheitswesen. Jährlich erkranken 1 Mio. Menschen an Lebensmittelinfektionen, wovon die Hälfte im privaten Haushalt ausgelöst werden und mit wenigen Hygienemaßnahmen vermeidbar wären. Jeder  EU-Bürger wirft durchschn.  18o kg LM weg  und nun kommt die ethische Variante hinzu: weltweit  hungern 925 Mio. Menschen.

Ich bin  überzeugt, dass wir eine nachhaltige Förderung der Verbraucheraufklärung dringend benötigen und fordern ein verbindliches Pflichtfach „Haushaltsmanagement“ in allen Schulformen.

Diese und weitere Themen wollen wir im März  bei einem Parlamentariergespräch erörtern und diskutieren.

Liebe LF,   am 15. September findet auf der Baden Messe in Freiburg wieder ein großer LandFrauentag statt, zu dem ich sie alle bereits jetzt herzlich einladen darf. Es erwartet sie ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Am Nachmittag haben sie außerdem die Möglichkeit die Baden Messe zu besuchen.

Ich freue mich nun auf den sehr interessanten Vortrag und wünsche Ihnen gute Gespräche.